Sonntag, 12. März 2017

Zehn Jahre Second Life - und nun?


Seit zehn Jahren bin ich nun in der Pixelwelt Second Life unterwegs. Nicht ganz, denn es gab immer mal Pausen. Die meisten waren nur kurz, ledigliche eine Pause zog sich über zwei Jahre hin.
Schon seit längerer Zeit mache ich mir nun wieder Gedanken über meine Zukunft in SL.
Wie soll es weiter gehen?

Was geht mir durch den Kopf:
  • Second Life macht krank, man sitzt zu viel, bewegt sich zu wenig, starrt zu lange auf den Bildschirm.
  • Second Life macht traurig, besonders wenn man einen lieben Menschen kennenlernt und dann wieder verliert.
  • Second Life ist eine Sucht, ähnlich wie Rauchen, Alkohol oder Drogen. 
  • Second Life ist oberflächlich.  
  • Second Life zeigt die Abgründe der menschlichen Seele und Gesellschaft auf. Nie habe ich in meinem RL-Leben geballt solche erniedrigende Umgangsformen erlebt wie hier.

Also warum bin ich eigentlich immer noch in Second Life?
  • Weil es tolle Landschaften gibt die man erkunden und fotografieren kann.
  • Weil man mit tollen Segelbooten über das virtuelle Meer rauschen kann.
  • Weil ja irgend jemand die SL-Segelschiffsdatenbank pflegen muss?
  • ...und auch die Blake Sea Karte?
  • Weil man auf Live- oder Tribute - Konzerten tolle Musik hören kann. 
  • Weil man doch immer mal wieder interessante und nette Leute kennenlernt.
  • Weil es unglaublich viele kreative Leute in SL gibt.
  • Weil ich noch keinen Meshbody hab und das mal probieren sollte.
  • Weil die Pixelpüppchen doch nett an zu schauen sind.......
  • Weil ich immer noch nicht eine komplette Region gestaltet habe.
  • Weil man sein Englisch verbessern kann.
  • Weil es im TV nur Schrott zu sehen gibt.
  • Weil die RL-Welt am Abgrund steht und man sich ablenken will.

Was soll ich tun?
Ich überlege noch ......... 





Kommentare:

  1. Wenn du dir wirklich all diese Gedanken machst, dann beschäftigst du dich zu intensiv mit SL. Ich logge mich pro Woche insgesamt vielleicht noch drei bis vier Stunden ein (meistens am Wochenende) und da kommen mir einfach keine Gedanken nach dem Sinn von SL. Das ist für mich so, wie E-Mails abrufen oder eine DVD gucken. Die einzigen Gedanken, die ich mir mache, drehen sich darum, wann ich wieder die Tier zahlen muss, damit ich mein Land nicht verliere.

    Was ich gegenüber früher verändert habe, ist vor allem, dass ich nicht mehr ohne Grund einlogge. Wenn ich in SL reingehe, dann immer mit einem konkreten Plan etwas Bestimmtes zu tun. Und sobald ich das erledigt habe, gehe ich auch schon wieder raus. Auf diese Weise kann ich ganz locker auch noch die nächsten zehn Jahre in SL aktiv sein. (Wobei ich nicht glaube, dass SL noch zehn Jahre überstehen wird.)

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  2. Balthasar Trebuchet14. März 2017 um 17:45

    Kann Maddy nur zustimmen. Ich bin jetzt auch seit 10 Jahren dabei und nutze SL eigentlich von Anfang an ganz entspannt. Das Wichtigte für mich: Ich verzichte auf nichts anderes für SL. Wenn ich Zeit und Lust habe, bin ich online. SL ist EIN, nicht DAS Hobby für mich. Ich geh ja auch nicht jeden Tag in den Zoo, nur weil ich ein Abo habe. Würde ich mich einloggen, obwohl ich eigentlich lieber etwas Anderes tun würde, wäre es vorbei. Und, wie Maddy sagt, mache NUR das, was Dir Spaß macht in SL, alles andere ist Lebenszeitverschwendung. Kein Stress, keine Dramen und insbesondere, keine Verpflichtungen, die Dir selber keinen persönlichen Wert bringen.

    Kurz gesagt, nicht das OB, sondern das WIE ist die Frage.

    LG Balt

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  3. Danke Maddy und Balthasar für eure Kommentare.

    Ich muss feststellen, das der Post, insbesondere die negativen Aussagen zu SL, den Eindruck hinterlassen, das ich zu viel Zeit in der Pixelwelt verbringe, dies mein einziges Hobby ist und ein extrem großer Bestandteil des RL einnimmt.

    Das ist nicht der Fall, ich bin zwar mehr als Maddy in SL, aber ich denke es ist in einem vertretbaren Rahmen. Gerade jetzt in den kommenden Monaten, wo man im RL draußen verbringen kann, wird diese Zeit noch deutlich herunter gehen. Auch habe ich SL immer recht entspannt gesehen und nur das gemacht was mir gefallen hat.

    Trotzdem mache ich mir viel Gedanken über SL. In den zehn Jahren habe ich viel erlebt, insbesondere die letzten drei haben mich sehr bewegt. Gerade die negativen Aussagen musste ich bei mir bekannten Avataren feststellen und erfahren. Selbst betroffen war ich aber nur im zweiten Punkt.

    Allerdings werte ich die positiven Erfahrungen in SL höher und erfreue mich daran.

    All diese Gedanken kamen zum 10. Rezzday intensiver durch und so ist auch der Post entstanden.

    Wie es zukünftig weiter geht wird sich zeigen.

    Umsetzten werde ich bestimmt den Vorschlag, nur noch „geplant“ einzuloggen.

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  4. Anidusa Carolina17. März 2017 um 12:37

    Ach Atlan........
    Im Grunde genommen zeigt sich an Deinen Überlegungen, dass SL wirklich dem RL sehr ähnlich ist. Es macht traurig wenn was Trauriges geschieht, und happy wenn man etwas Schönes erlebt.
    Einige Menschen haben kein RL, die sind froh wenigstens SL zu haben.
    Einige Menschen haben sonst kein Hobby (was für mich gilt, SL ist mein einziges Hobby da ich ja im RL etwas eingeschränkt bin), und auch sie sind froh SL zu haben.
    Bei Dir und meinen Vorrednern existiert ein RL und SL ist auch nicht das einzige Hobby. Also gibt es doch eigentlich gar kein Problem.
    Wie gesagt wurde, logg nur ein wenn Du sonst nix vor hast. Bezüglich Liebesenttäuschungen, halte es wie man es im RL auch halten würde - versuche den Versuchungen sich zu verlieben aus dem Weg zu gehen.
    Wenn Du einen Tag hast an dem es sich "addicted" anfühlt, dann unterbrich jede Stunde einmal und mach ein paar Liegestützen oder sonstige Übungen.
    Geh es einfach langsam an! Dann bin ich sicher, Deine Bedenken werden sich zerstreuen und Du bleibst uns auch noch etliche Jahre erhalten!

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